So pflegst Du deinen Labradoodle bei Schnee und Eis

So pflegst Du deinen Labradoodle bei Schnee und Eis

5. Dezember 2019 0 Von Abra

Cäsar liebt Schnee und wann immer der weiße Traum draußen liegen bleibt, zieht es ihn hinaus. Dann tollt er im Schnee herum, wälzt sich darin und nimmt auch immer wieder eine Schnauze voll, um ihn zu schlucken. Deshalb suchen wir dann gern unberührte Schneeflächen, in die er richtiggehend Spuren schlecken kann.

Eine Herausforderung sind die kalten Tage allerdings für seine Pfoten. Die müssen Temperaturunterschiede von über 20 Grad drinnen in der kuscheligen Wohnung hin zu Minusgraden auf der Strasse oder dem Feld bewältigen. Dazu kommt Schnee, Eis und auf den Strassen und Wegen oft aggressives Streusalz oder spitzkantiger Split. Sind die Hundepfoten erstmal rissig, dann wirkt das Salz verheerend. Es dringt in die Risse ein und kann zu  schmerzhaften Entzündungen führen. Pfotenpflege ist bei Schnee und Eis daher ganz wichtig.

 

Der Labradoodle liebt es die Schnauze in den Schnee zu tauchen und herumzutollen.

Der Labradoodle liebt es die Schnauze in den Schnee zu tauchen und möglichst viel davon aufzunehmen.

Pfotenpflege bei Schnee und Eis – vor dem Schneespaziergang

  • Eiskristalle können durch das Herumtollen im Schnee zu unangenehmen Eisklumpen festfrieren. Das trifft gerade Hunde mit dichter Pfotenbehaarung wie Labradoodles. Diese Eisklumpen in den Pfoten können deinem Vierbeiner fiese Schmerzen beim Auftreten verursachen. Deshalb solltest Du die längeren Haare zwischen den Zehen und um den Ballen herum vorsichtig wegschneiden. dann kann erst gar nicht so viel Schnee und Eis hängen bleiben. Das erfordert allerdings Geschick. Unser Doodle ist da sehr kitzelig. Wir müssen ihn immer mit Leckerlis ablenken, bevor wir ihm die Ballenhaare mit einer Schere mit abgerundeten Spitzen schneiden. Bitte keine andere Schere verwenden! Die Verletzungsgefahr ist groß, wenn der Hund zuckt.  
  • Willst Du mit deinem Liebling raus in Schnee und Eis, aber auch auf Wege und Straßen, die mit Streusalz oder Split gestreut werden, dann ist ein Tipp,  die Ballen vor dem Spaziergang einzucremen. Das Eincremen vor einem Spaziergang schützt die Pfötchen vor Eis und Schnee. Natürlich gibt es diverse Spezialpflegeprodukt im Fachhandel zur Ballenpflege. Ich empfehle Vaseline, da sie günstig  in jedem Drogeriemarkt zu erwerben ist und den gewünschten Zweck sehr gut erfüllt.
  • Will dein Hund einfach nicht mehr weiterlaufen, dann solltest Du seine Pfoten kontrollieren. Bitte festgefrorene Eisstücke nicht einfach rausziehen wegen Verletzungsgefahr, sondern einfach mit der eigenen Handwärme abschmelzen.
  • Es gibt auch Hundeschuhe, die die Pfoten schützen. Viele Hunde mögen diese aber gar nicht und versuchen sie dann immer wieder auszuziehen. Unser Labradoodle würde sie nicht anlassen. Ob dein Hund das toleriert, solltest du deshalb erst testen. Am besten mit kleinen Kindersöckchen zu Hause. Lässt dein Liebling sie an, dann ist er womöglich auch ein Kandidat, der Hundeschuhe tragen kann. 
Gerade im Winter werden die Pfoten der Vierbeiner stark strapaziert und freuen sich über Pflege.
Gerade im Winter werden die Pfoten der Vierbeiner stark strapaziert und freuen sich über Pflege.

 

Pfotenpflege bei Schnee und Eis – nach den Schneespaziergang:

  • Pfoten reinigen, wenn möglich mit warmen Wasser. So lassen sich Eisklumpen, die sich in dem weichen Ballenfell festgesetzt haben, schmerzfrei herauslösen.
  • Es ist wichtig, das Salz, dass viele Menschen immer noch auf die Wege streuen, heraus zu waschen. Tut man das nicht, kann sich das Streusalz in den Pfoten festsetzen. Das trocknet den Ballen aus und kann auch Schmerzen verursachen. Die Pfoten werden schnell spröde, rissig und bekommen leicht kleine Wunden. 
  • Vergisst man das Salz abzuwaschen und haften in den Ballen womöglich auch noch Steinchen von der Winterstreu, dann kann es sein, dass der Labradoodle seine Pfoten wund leckt. Wenn es soweit ist hilft nur eines, den Hund vom Lecken abhalten und Retterspitzsalbe auftragen. Das hilft nicht nur beim Menschen die Wundheilung anzukurbeln, sondern funktioniert auch hervorragend beim Hund.

 

Hundepfote mit Schnee und Eisklumpen.

Hundepfote mit Schnee- und Eisklumpen. Am besten mit lauwarmem Wasser wegwaschen. Gerade bei Schnee und Eis ist die Pfotenpflege besonders wichtig.

Wintertipp zur Pflege bei Schnee und Eis:

Ich trage im Winter auch gern abends, wenn Cäsar nicht mehr rausgeht und auf seinem Platz liegt, nochmal Vaseline auf. So kann sie in Ruhe einziehen, er tapert nicht mehr so viel rum und macht dementsprechend weniger Fettflecke aufs Parkett und seine Pfötchen werden nicht rissig.

Achtung! Welpen können im Schnee verloren gehen

Schnee scheint für den Labradoodle ähnlich wie Sand ein super Spieluntergrund. Wenn er höher liegt, wird auch gerne drin gegraben. Vor allem auf die Welpen muss man dann achten. Wir hätten unseren Doodle fast einmal im Schwarzwald verloren, so hoch lag der Schnee und der kleine Hund hatte sich auch noch eingebuddelt.

Fast wäre unser kleiner Labradoodle in der Schneewehe verschwunden.