Darum liebt dich dein Hund sosehr

Darum liebt dich dein Hund sosehr

3. Dezember 2019 0 Von Abra

Keine Frage: Wir lieben unsere Hunde und würden fast alles für sie tun. Doch manchmal stellt man sich schon die Frage, ob diese Gefühle auch auf Gegenseitigkeit beruhen. Lieben sie uns auch? Ein klares Ja ist die Antwort. Das hat einen Grund. Darum liebt dich dein Hund sosehr!

Hunde sind diejenigen Haustiere, die ihre Zuneigung zu uns am deutlichsten zeigen. Das haben bereits viele Studien nachgewiesen. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass Hunde die Nähe zu ihren Menschen aktiv suchen. Schon wenige Monate nach der Geburt sind Herrchen oder Frauchen für den Welpen anziehender als andere Hunde.  So sinken beispielsweise die Blutdruckwerte der Hunde und ihr Stresslevel, wenn wir sie streicheln. Außerdem spüren die Hunde einen deutlichen Trennungsschmerz und Angst, wenn wir sie vorübergehend verlassen. Bei uns Menschen sieht es ähnlich aus. Der menschliche Stresslevel und Blutdruck sinkt auch, wenn wir mit Hunden kuscheln.

Hunde schütten das Liebeshormon Oxytocin aus, wenn sie ihren Menschen sehen

Dass uns unsere Hunde so lieben, liegt am Oxytocin. Oxytocin wird gerne als Bindungs- und Liebeshormon bezeichnet. Säugetiere produzieren Oxytocin zum Beispiel, wenn sie sexuell erregt sind. Oxytocin wird aber auch ausgeschüttet, wenn wir einen Menschen sehen, den wir lieben. Genauso funktioniert Oxytocin bei Hunden, wenn sie mit anderen Hunden zusammen kommen. Doch Hunde reagieren auch auf die Interaktion mit geliebten Menschen mit einem Oxytocinschub.

Beim Kuscheln erhält der Hund einen ordentlichen Oxytocin-Schub. Der Mensch übrigens auch.

Beim Kuscheln erhält der Hund einen ordentlichen Oxytocin-Schub. Der Mensch übrigens auch.

 

Das bedeutet zum Beispiel wenn der Hund gestreichelt wird, bekommt er gleich einen ordentlichen Schub Wohlfühl- und Liebeshormon. Darum liebt dich dein Hund sosehr!

Ein Hund liebt dich fünf mal so sehr wie eine Katze

Von Katzen kennt man das ebenfalls. Eine Studie der Claremont Graduate University zeigt, dass sich auch bei Katzen das Oxytocin-Level erhöht, wenn sie von ihren Besitzern gestreichelt werden. Doch im Vergleich zum Hund ist der Oxytocin-Schub nur ein Fünftel so groß.

Katzen „lieben“ dich also fünfmal weniger als es Hunde tun. Quelle: Studienautor Dr. Paul Zak.

Dein Hund liebt dich möglicherweise mehr als deine Katze.

Dein Hund liebt dich möglicherweise mehr als deine Katze. Zusammen sind sie jedoch unschlagbar.

Der Hund liebt den Menschen wie seine Familie

Wir teilen also mit Hunden und auch Katzen eine Art familiäre Liebe.  Erotisch ist diese Liebe aber nicht. Selbst wenn Hunde gerne unsere Beine besteigen und versuchen zu rammeln, hat das mit sexueller Zuneigung nichts zu tun. Es ist mehr ein Zeichen für Spannung in der Beziehung zwischen Mensch und Hund. Denn das Verhalten zeigt sich bei männlichen und weiblichen Hunden und ab und an sogar bei Katzen.

Dein Hund liebt dich also und empfindet Gefühle , die so ähnlich sind wie die Empfindungen, die du gegenüber deinen Eltern oder Geschwistern hast.